Mediation

  Gewaltprävention - Konflikte lösen
   Mediatoren im Jahr 2014  
 

Mediationsausbildung 2009  HNA berichtet 

2008: Urkunden nach erfolgreicher Schulung zum Konfliktlotsen 

Wie das Projekt begann:

Die Rhumetalschule verfügt über jahrelange Erfahrungen im Bereich der Mediation. Bereits im September 2005 nahmen Frau Elsaesser und Frau Hagelüken (siehe Bild unten) an Kursen für Schulmediation teil. Ziel war es,  die Streitschlichtung von Schülern für Schüler als einen Teil der Gewaltprävention in unserer Schule zu integrieren.

       

Ab Mai 2006 nahmen zunächst Schüler und Schülerinnen der 8. und 9. Klassen an einem Sozialkompetenztraining teil.

Anschließend begann nach den Sommerferien eine erste Gruppe von Schülermediatoren ihre Ausbildung.

Die Schüler/innen suchen gemeinsam nach einer von allen Seiten akzeptierten Lösung, die in einem Vertrag schriftlich festgehalten wird.

Die Einhaltung der Vereinbarungen wird nach einiger Zeit überprüft.

Aktuell (im Jahr 2014) sind Frau Keller und Herr Mehrländer für die Ausbildung und Betreuung der Mediatoren zuständig.

Die Arbeit der Mediatoren hat sich seit Jahren bewährt und trägt wesentlich zu einem friedlichen Schulklima an der Rhumetalschule bei!   

 

Diese Art der Streitschlichtung unter Gleichaltrigen wird erfahrungsgemäß von Jugendlichen besser angenommen als die Einmischung von Erwachsenen im Konfliktfall.

 
 
Die Schulmediatoren bieten während der Tätigkeit den „Konfliktlotsen“ Unterstützung und Beratung an, bilden neue Schülermediatoren aus und mediieren auch weiterhin selbst.

 

 
Nachdem unsere Schule mit den Seminaren zur Suchtprävention für Siebtklässler - die vom Arbeitskreis Prävention in Northeim angeboten werden- gute Erfahrungen  mit „Peer- Education“ gemacht hat, glauben wir, dass Mediation ein weiterer wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer gewaltfreien Schule sein kann.
 
In diesem Verfahren werden Schüler und Schülerinnen zunehmend befähigt, ihr Verhalten zu reflektieren, eigene Gefühle wahrzunehmen, sich in andere Menschen hineinzuversetzen, Lösungen zu suchen und Vereinbarungen einzuhalten .... und das alles ohne drohende Bestrafung oder anderweitige Sanktionen.  
 
Rolle der Mediatoren
Mediationen können von einer Person oder von mehreren durchgeführt werden. Eine Mediation durch mehrere Personen ist sinnvoll, wenn es sich um einen komplexen Konflikt mit mehr als zwei Konfliktparteien handelt und längere Mediationssitzungen erforderlich sind. Ein gemischtgeschlechtliches Mediatorenteam ist vorteilhaft - besonders wenn die Konfliktbeteiligten sich ebenfalls aus Frauen und Männern zusammensetzen.

Die Person des Mediators / der Mediatorin muss von allen Konfliktbeteiligten akzeptiert und respektiert werden. Es muss sich um eine Person handeln, die das Vertrauen der Streitparteien genießt bzw. sich erwirbt und deren Kompetenz nicht bestritten wird.

Die Mediatoren sollen kein eigenes Interesse an einem bestimmten Konfliktausgang haben. Sie sollen in diesem Sinne neutral und unparteiisch sein.

Sie setzen sich aber für die Interessen und Belange aller Konfliktparteien ein. In diesem Sinne sind sie "allparteilich".

Die Unparteilichkeit braucht die Verbundenheit mit einer der Konfliktparteien nicht auszuschließen. Diese Verbundenheit darf allerdings nicht soweit gehen, dass die Mediatoren, das Gespräch in ihrem Sinne steuern und das Vertrauen der Kontrahenten verlieren.

Die Mediatoren bewerten oder urteilen nicht. Sie nehmen alle Standpunkte, Interessen und Gefühle ernst.

Die Mediatoren sind für den Gang des Mediationsgesprächs verantwortlich, die Kontrahenten für den Inhalt. Die Lösungen werden nicht von den Mediatoren, sondern von den Betroffenen erarbeitet. Eigene Ideen können von den Mediatoren als eine unter mehreren Möglichkeiten ins Spiel gebracht werden.

Die Mediatoren helfen den Beteiligten, sich über ihre Gefühle und Interessen klar zu werden und sie verständlich zum Ausdruck zu bringen.

Die Mediatoren sorgen dafür, dass Machtungleichgewichte ausgeglichen werden bzw. beim Mediationsprozess nicht zum Tragen kommen.

Die Mediatoren gehen mit dem Gehörten vertraulich um. Insbesondere stehen sie nach einem Scheitern der Mediation keiner der Konfliktparteien als Anwälten zur Verfügung. Auch sollten sie nicht als Zeugen oder Gutachter in einem anschließenden Rechtsstreit benannt werden.

Die Mediatoren achten darauf, dass keine unrealisierbaren, nutzlosen Vereinbarungen getroffen werden.

Die Mediatoren können das Gespräch von sich aus abbrechen, wenn keine vernünftige und/oder ethisch verantwortbare Lösung gefunden wird.
 

.... weitere Informationen zum Thema:         

http://de.wikipedia.org/wiki/Mediation  
http://www.sich-vertragen.de/