Katholischer Religionskurs besucht KZ-Gedenkstätte

21.10.2016

 

 

     

Geschichtsverständnis und -wissen zur NS-Zeit

 

Im Rahmen ihres katholischen Religionskurses besuchten Schüler/innen der 10. Klassen unter Leitung von Frau Klein die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora und die dazugehörige Ausstellung. Mit Bus und Bahn reisten sie nach Nordhausen und nahmen an einer zweieinhalbstündigen Führung teil.

Die Schüler/innen erweiterten dabei ihr Wissen und ihr Geschichtsverständnis, entwickelten Betroffenheit über das unendlich große Leid der Menschen sowie ein Verständnis für die Bedeutung von Demokratie und Menschenrechten in heutiger und zukünftiger Zeit.

 

Zunächst führte der Weg zum Ausstellungsgebäude. Ein Modell machte die Größe des ehemaligen KZ-Geländes deutlich.

   
 
In zwei 1,8 km langen Stollen im Kohnstein, von denen zahlreiche Seitenstollen ausgingen, wurden Häftlinge unter unmenschlichen Bedingungen untergebracht.
Außerdem wurden dort Raketenwaffen des Modells V2 als sog. Vergeltungswaffe montiert. Wernher von Braun leitete die Entwicklung.

   
Auf dem Appellplatz mussten die rund 10.000 Inhaftierten täglich zweimal antreten, um ihre Anwesenheit zu überprüfen. Holzbaracken - hier rekonstruiert - dienten als Unterkünfte im Häftlingslager.

   

Rund 20.000 Menchen starben im KZ Mittelbau-Dora. Im Krematorium wurden ab Herbst 1944 die Leichen von etwa 5.000 Menschen verbrannt. Eine Plastik auf dem Vorplatz des Krematoriums zeigt gebrochen wirkende Häftlinge.

Daneben befindet sich ein Denkmal für alle getöteten Häftlinge.

 

 

   

Ergriffen lauschten die Schüler/innen den Erklärungen, trotz starken Regens.

   
Der Ofen des Krematoriums, in dem tausende Menschen verbrannt wurden, beeindruckte besonders. Auf dem Hang neben dem Gebäude befindet sich die Asche von 5.000 Menschen.